GTW 2023 – WS AFTER RACE 4

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“drive to survive” – “Minimaler Aufwand und maximales Ergebnis”

Neva Ring – mit Verhütung hat das nichts zu tun – es ist eine Rennstrecke. Dennoch haben die Streckenbauer nur “verhütet” Geraden eingebaut. Das ist leider so einigen Fahrern zum Verhängnis geworden. Die Piloten hatten allesamt ihre Problemchen, die Fahrzeuge bei Topspeed mit den ständigen Richtungswechseln in der Spur zu halten.

Das Quali lief, wie erwartet, als “recht enge Nummer” ab. Rundenzeiten um knapp über 1 Minute lassen ahnen mit welch geringem Platz die 34 angetretenen Fahrer auskommen mussten. Letztendlich holte sich Riccardo Corazzari die Pole mit einer Rundenzeit von 1:03.732 Minuten. Damit verfehlte er seine PB-Time nur um ein gutes Zehntel. Jan Schmid startet als 2ter in das Rennen mit den letzten Worten “Drive to Survive”. Der geschlauchte Maximilian Dehn beendete das Quali als 3ter und sagte dazu: “Minimaler Aufwand und maximales Ergebnis ist das Ziel.” Trotz der Kurzen Runde waren 17 Fahrer innerhalb einer Sekunde über die Zeitnehmer-Linie gerast. Das versprach ein spannendes Rennen – und so war es dann auch.

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Das Rennen startete dann wenig später recht geordnet. Alle 3 oben genannten Fahrer kamen gut beim stehenden Start los und haben sich direkt eingeordnet. Wahrscheinlich hatten alle Fahrer schon aufgeatmet und sich nach den ersten 2 Kurven auf den 90 minütigen Kampf mit den Kontrahenten eingestellt. Weit gefehlt – Diese Rechnung wurde wohl ohne die Strecke selbst gemacht. Schon ab dem Start fingen die verbissenen Positionskämpfe an.

Dabei haben sich in dem Getümmel Kai Brandt und Marcel Pomper berührt und einen Crash verursacht der einigen Fahrern das Rennen kostete. Während dessen stand Joris Scheepvaart noch in der Box an der roten Ampel und wartete auf sein Startzeichen – wohl nicht die schlechteste Entscheidung wie sich zeigen soll. Insgesamt hat dieser Unfall ein gutes 6tel des Feldes involviert. Unter anderem war auch der letztjährige GTW-Meister betroffen, der nach einem schlechten Start ohnehin schon Plätze verloren hatte. Aber wer ihn kennt – Aufgeben gibt´s nicht!

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Der weitere Verlauf des Rennens war gespickt mit Drehern und Einschlägen. Die fortlaufend und nicht endend wollende Abfolge von Rechts- und Linkskurven ermüdete offenbar fast alle Fahrer. Viele dieser Vorfälle waren recht glimpflich ausgegangen. Einen Markus Smetaczek konnte zunächst auch ein abgerissenes Vorderrad nicht entmutigen, die Strecke zu bezwingen. Leider hat es auch Riccardo erwischt, der bis zum 2ten drittel des Rennens einen beachtlichen Vorsprung raus geholt hatte. Auch er musste seinen Wagen für eine schnelle Reparatur in den Pits parken. Der ungeplante zweite Boxenstopp warf ihn letztendlich auf den 9ten Platz zurück.

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Während dem gesamten Gerangel hat sich Joris ruhig verhalten unnötig viel Platz für Überrundungen gemacht und lieber einmal gebremst als Zeit gut zu machen und so seinen Wagen Kratzerfrei ins Ziel gebracht. 12 Plätze nach vorn fürs aus der Box starten und letztendlich Platz 19 für ihn. Ja nun 12 Plätze gut machen ist toll aber das geht besser dachten sich Milan Kort der 13 Plätze gut machte und Andreas Walter der sagenhafte 27 Plätze gewann. Andreas Walter war im Quali nicht angetreten und hatte ein tolles nahezu Fehlerfreies Rennen.

Maximales Ergebnis – Ja natürlich! Besser gehts wohl kaum – Übermüdet ins Fahrzeug steigen, ein bisschen Hoffnung mit bringen und Ellenbogen zeigen, brachte Maximilian Dehn auf den ersten Platz direkt gefolgt von seinem direkten Kontrahenten Jan Schmid, der seine Startposition und somit Platz 2 würdig verteidigte.

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Platz 3 holte sich Michael Marquardt, der mal wieder sang- und klanglos aus dem Hintergrund seine Runden drehte und sich in Verteidigung und Angriff bewies. Andreas Hering konnte sich Platz 12 sichern. Nach dem schlechten Start aus P9 und dem Unfall, wie ich finde auch kein schlechtes Ergebnis auch wenn er sich beim Pitstop vielleicht die 30 Sekunden für den Reifenwechsel hätte sparen können – vielleicht das nächste Mal. Sein Teamkollege, Markus Smetaczek, gab wie 10 weitere Fahrer auf und stellte seinen Wagen nach wiederholten Problemen ab.

Einen klasse Einstieg feierte unser neues Team “Bros Racing” mit #12 Jessy Monrose und #28 Daniel Erstling im Ferrari. Sie fuhren ein solides erstes Ergebnis mit Platz 6 und Platz 8 ein. Damit gab es auch die ersten 59 Punkte fürs Team und Platz 17 im Teamranking.

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Alles in allem für den Zuschauer ein sehr spannendes Rennen. Schade für die Fahrer die Jans-Motto “drive to survive” nicht gerecht werden konnten. Aber hey! “Kopf hoch!” – Die Wintersaison hat 2 Streichergebnisse! Also alles halb so schlimm oder wie Thomas Batzke immer sagt: “Runterschlucken, weiterfahren!” In diesem Sinne, schaut euch unseren Stream auf YouTube oder Twitch, mit Roland Niemann und Jutta als Kommentatoren an – ihr werdet nicht enttäuscht sein.

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