GTW 2023 – WS AFTER RACE 5

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Packende 90 Minuten Nordschleife incl. Nürburgring im „Sprintmodus“ und 3 Gaststarter die das Feld auf 38 Fahrzeuge erweiterten, sind geschafft. Jetzt könnte man noch fragen ob unsere Fahrer wirklich Zyniker sind oder ob sich die BMW-Piloten zusammen getan haben und allesamt für das Nürburgring Paket gestimmt haben. Ich gebs zu, ich habe auch für die Nordschleife gestimmt. Jetzt könnte man sagen: Ich bin schuld, dass sie es geworden war. Seis drum unsere Fahrer haben es gemeistert.

Das Quali war wie erwartet recht geordnet. Obwohl viele Fahrer versuchten, so schnell wie möglich ihre Einführungsrunde zu beenden und dadurch die Möglichkeit 2 schneller Runden mit frischem Auto fahren zu können, war das Feld im Quali recht geordnet unterwegs. Bei knapp 26km Streckenlänge ist das auch gut möglich. Die 85 Kurven haben trotzdem ihre Tücken.

Jan Schmid, Marco Saupe, einer der Gaststarter und Andreas Eismann konnten sich die ersten 3 Plätze sichern im Quali sichern. Unser Überflieger Riccardo Corazzari konnte da nicht mithalten und landete auf Platz 17 mit guten 8 Sekunden Abstand zum ersten Jan Schmid. Kein Wunder! Jan brannte eine sagenhafte 8 Minuten und 2 Sekunden Zeit in die Grüne Hölle – da konnte einfach keiner so recht mithalten. Andreas Hering wurde mit 40kg Erfolgsgewicht noch Neunter und der schnellste Schwergewichtler wurde der aktuell meisterschaftsführende Maximilian Dehn mit Platz 5 und 60kg Zusatzgewicht, direkt gefolgt von Loris Brock mit 50kg zusätzlich an Board. Der schnellste Außenseiter war wohl Matthias Weber mit seinem Aston Martin Vantage auf P13. Yannick Pleiss konnte nicht selbst antreten aber kümmerte sich um den bestmöglichen Ersatz: Rene Köller stieg für ihn ins Auto, ein erfahrener Nordschleifenfahrer der auch Spaß am Simracing hat.

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Vom Start weg war wieder Action geboten. Maximilian Dehn hatte wohl den besten Start und holte sich, von Platz 5 gestartet, direkt einmal die Führung ab. Den größten Startpatzer hatte diesmal Max Römer auf P4, der beim Startsignal gar nicht los fuhr. Der nachfolgende Verkehr konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und krachte einfach in den stehenden BMW. Dieses Malheur kostete einigen Fahrern viele Plätze und dementsprechend auch einiges an Reparaturzeit. Max und seine Kollegen von Team International racing schieben den schlechten Start auf die Kupplung von ATU – ob das wohl wahr ist?!?! 😉 Vielleicht sollte man an dieser Stelle dann doch etwas mehr Marge für die Pitcrew einrechnen.

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Schon in der ersten Runde ging das Gerangel um die vordersten Plätze weiter. Maximilian wurde mit seinem „stumpfen Küchenmesser“ allmählich nach hinten gereicht, während die BMW´s nach und nach an ihm vorbei zogen. Doch ein Dehn gibt da noch lange nicht auf! Hinter der ersten Gruppe des Feldes sortierten sich weitere Toppiloten wie, Loris Brock oder Matthias Weber mit dem alleinstehenden Aston ein, dicht gefolgt von einer Armada von aus 4 weiteren VorteX-Piloten im Porsche 911 GT3 und unseren Holländern mit Bentley und Porsche.

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Da nun knapp 2 Runden vorüber sind können wir ja nochmal unseren Vorjahressieger ehren, der wieder alles versuchte, den Kontakten mit anderen Fahrern zu entgehen aber leider kein Glück dabei hatte. Er wurde in der ersten Runde, in einen Unfall mit Riccardo Corazzari verwickelt. Irgendwie bin ich mir sicher, dass er dabei trotzdem ruhig geblieben ist, obwohl er 19 Plätze verlor und erheblichen Schaden erlitt. Corazzari fiel aufgrund des Unfalls aus.

Vorne ging der Kampf weiter. Obwohl Jan so viel schneller im Quali war als der Rest des Feldes, hatte er im Rennen seine liebe Mühe vorn zu bleiben. Eismann und vor allem der Gaststarter Marco Saupe blieben das gesamte Rennen über an Schmid dran und pushten sich gegenseitig von schnellster Rennrunde zur nächsten.

Im Mittelfeld wurde es derweil immer ruhiger. Die Fahrer hatten auf der langen Runde viele Zeit für Fehler und wer am wenigsten Fehler macht, ist einfach weiter vorn. So stellten sich auch angenehme Respektsabstände von 1-4 Sekunden ein. Einige Windschattenduelle konnten wir dennoch auf der Döttinger Höhe verfolgen und auch einige gewagte und sauber gefahrene Überholmanöver, vor allem auf den ersten 10 Rängen des Feldes.

Unsere zwei anderen Gaststarter David Zirwes im 2ten Aston und Thomas Grube im BMW M4 wurde unglücklicherweise in den Startunfall verwickelt und erreichten letztendlich Platz 28 und Platz 21. Ich hoffe die zwei hatten trotzdem Spaß an dem Rennen.

Der Krimi um die Podiumsplätze wurde durch die 3 bekannten, Jan Schmid, Marco Saupe und Maximilian Dehn ausgefochten. Wobei Maximilian seines Mitspracherechts um Platz 2 entmündigt wurde. Er konnte mit den 60kg Erfolgsgewicht einfach nicht schneller – Trotzdem eine überragende Leistung! Jan im M4 und Marco im „alten“ BMW M6 hingegen waren zeitentechnisch gleich auf und boten ein Klasse Rennen über die gesamte Distanz hinweg. Dabei war auch deutlich sichtbar, dass der M6 im Vergleich, so seine kleinen Problemchen aus langsameren Kurven hat dafür aber wieder in den flüssigen flotten Abschnitten und beim Topspeed gut aufholen kann. Leider bot sich für Marco – oder für Jan, zum Glück – nicht die Möglichkeit an selbigen zu überholen.

Platz 3 sicherte sich Maximilian Dehn, der offenbar sein stumpfes Küchenmesser während des Rennens gewetzt hatte und so den Verfolger Andreas Eismann auf den vierten Platz verbannte. Loris Brock bringt den schwersten und zugleich schnellsten Porsche auf einen respektvollen Platz 6. Den schnellsten Ferrari hatte diesmal Daniel Erstling auf P7 und unser einsamer Aston Martin Pilot, Matthias Weber komplettierte die Top5.

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Interessant und spannend wars allemal. Nach einer Strecke mit knapp über 1 Minute je Runde waren es diesmal gut 8mal längere Rundenzeiten, was diese Serie einmal mehr in seiner Raffinesse der Streckenwahl und dem Streckenvoting allein stellt.

Bock auf heiße Überholmanöver, Windschattenduelle, ATU-Kupplungen, unterbezahlte Pitcrews und stumpfe Küchenmesser? Na dann, schau dir den Stream an!

Bis zum nächsten Mal am lässigen „Mount Panorama“.

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