GTW 2023 – WS AFTER RACE 6

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Mountain Straight, Griffins Mount, Reid Park, Sulman Park, Skyline, Forrests Elbow – hört sich doch wie eine wunderschöne Urlaubsinsel an. Packt man diese Namen auf eine Strecke, wird aus Urlaub ganz schnell der berüchtigte Mount Panorama, auch bekannt als Bathurst.

Letzten Sonntag haben unsere mutigen Fahrer wieder angegriffen und das Horn geblasen um den Berg zu bezwingen.

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15 Minuten Quali waren diesmal für die Teilnehmer zu lang sowie auch zu kurz. Für Ricardo hätte eine Runde gereicht, der bei gerade beginnendem Regen und freier Fahrt die schnellste Qualizeit holte. Andere wünschten sich dank des einen oder anderen Wandkontakts sicher noch ein paar Minuten mehr Zeit. P2 holte sich Maximilian Dehn. Auf P3 ging Yannick Pleiss ins Rennen, der seine beste Runde in den letzten Sekunden der Qualifikation holte und Andreas Eismann auf den 4ten Startplatz verbannte. Andreas Walter komplettierte die Top5.

Schon zum Ende der Qualifikation lies der Regen nach und hörte während des Warmups ganz auf.  Sicherlich stiegen in diesem Moment die Anfragen auf Online-Wetterdienste schlagartig, während die Fahrer und Teamchefs die Wettervorhersage checkten. Solch wechselnde Bedingungen machen die Reifenwahl oftmals zu einem Reifenpoker. Zum Vorstart stellten wir dann fest, dass die Fahrer fröhlich pokerten und wir sahen, eine bunte Mischung vom Softslick bis zum Regenreifen an den Start gehen wird.

Der Rennstart verlief auf den ersten Plätzen wie zu erwarten. Maximilian Dehn konnte den Startvorteil des Mercedes umsetzen und holte sich direkt die erste Position. Ricardo Corazzari fiel auf den 2ten Platz, direkt vor Yannick Pleiss zurück. Das erhöhte den Druck für ihn und wurde offenbar auch kurz darauf zu seinem Verhängnis. McPhillamy Park verliert Riccardo das Heck muss die Lenkung öffnen und übers Kiesbett ausweichen und verliert mehrere Plätze. Weitere kleine Patzer in den kommenden Runden verbannten Ricardo immer weiter nach hinten. Yannick hatte natürlich die Fährte von Maximilian aufgenommen und verfolgte ihn mit einem einzigen Ziel – Maximilian zu überholen.

McPhillamy Park war offenbar wegen der wechselnden Restfeuchte auf der Strecke auch für einige andere Fahrer eine schwierige Passage und forderte einige Splitter und Heckspoiler im Verlauf des Rennens ein.

Weiter hinten ging es am Start auch richtig ab als Stefan Bäumer, Rene von Dobschütz und Michael Welle einen 3-Wide aufgemacht hatten und sich Marcel Hesen dachte „Da ist doch noch Platz für einen 4ten“. Das hat leider nicht so funktioniert wie es sich Marcel vorstellte und der allseits bekannte Newton wieder seine Kräfte spielen ließ. Wie ein Newtonpendel wurden die zwei in der Mitte verschont während Marcel und Stefan dank des Wandkontakts erstmal die Box aufsuchen mussten.

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Die spektakulärste Situation hatte wohl Patrick Leitner in diesem Rennen gedreht. Der nutzte direkt mal alle 3 Achsen der Simulationsberechnung und drehte sowie überschlug sich auf der Skyline in alle Richtungen und sah sich dank Drehwurm offenbar nicht im Stande zu Roland zu kommen und wohnte dem Streamchat bei.

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Vorausgegangen war diesem Unfall ein gewagtes Überholmanöver von Elias Herrmann gegen Loris Brock. Beide hatten sich schon die zwei Runden zuvor hart bekämpft und kamen sich letztendlich in der Quarry Bend in die „Quarry“ Quere. Loris wurde dabei gedreht und die nachfolgenden Fahrer, allen voran Milan Kort und Patrick Leitner mussten stark bremsen. Patrick schaffte das leider nicht mehr rechtzeitig und fuhr Milan auf. Mit kleinem Schaden führte Patrick das Rennen weiter und touchierte eingangs Skyline die linke Bande und flog böse ab. Aber er war nicht der Einzige, der die Skyline zum fliegen nutzte Markus Smetaczek konnte einen ähnlichen Unfall auch nicht abwenden.

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Schon in Runde 10 das nächste ärgerliche Ereignis. Thomas Batzke oder besser Thomas „Patzte“? in der Anfahrt zur „The Cutting“ und bekam massives Übersteuern. Genau die Situation, die sich kein Bathurst-Fahrer wünscht, denn an dieser Stelle gibt es nur ein Ergebnis bei Übersteuern: Man steht im engsten Bereich der Strecke entgegen der Fahrtrichtung. Thomas meisterte die Situation mit einer Rückwärtsfahrt zur Ausbuchtung und konnte dort seinen Wagen wenden. Letztendlich fiel er von P7 auf P16 zurück. Der lachende Zweite in dieser Situation war sein ewiger Kontrahent Matthias Weber der seinen Aston mit einem leichten Kontakt an dem außer Kontrolle geratenen Porsche vorbei schieben konnte.

Viele endlose Runden der Konzentration später war es für Yannick endlich so weit, Maximilian angreifen zu können. Auch hier gab es wieder eine Vorgeschichte und einen unschuldigen 3ten. Kai Brandt wurde in der Hell Corner von Lothar Keiling abgeräumt, konnte zügig weiterfahren, landete aber direkt in Front der zwei Streithähne um Platz 1. Mit stark beschädigtem Fahrzeug kämpfte sich Kai die Mountain Straight hoch bis dann Yannick direkt hinter ihm, in der Anfahrt zur Quarry Bend zum Überholmanöver gegen Maximilian ansetzt. Maximilian macht die Ellenbogen breit und vermiest Yannick die Tour. Die drei berühren sich und fliegen ab. Yannick hatte in der Situation offenbar am meisten Glück und konnte das Rennen ohne Reparatur beenden und einen beachtlichen Vorsprung vor Maximilian herausfahren. Maximilian und Kai mussten einen längeren Reparaturstop einlegen.

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Unser Letztjahresmeister Andreas Hering hatte endlich mal wieder ein gutes Rennen und konnte sich Platz 7 sichern. Ihr fragt euch sicher, wer denn eigentlich Dritter wurde? Wer unsere Fahrer kennt weiß auch wer, ohne aufzufallen superschnell ist. Genau Michael Marquardt fuhr mal wieder sang und klanglos auf P3 – tolle Leistung. Frank Phlipsen holte sich P4 und meldet sich endlich mal wieder zurück in den Top5, welche Daniel Erstling vervollständigt.

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Damit mein Geschreibe nicht zu langweilig wird, möchte ich euch bitten den Stream zu schauen, denn wie man es erwartet, passierte auf Mount Panorama noch viel mehr als ich hier erwähnen könnte. Sogar Roland war abschnittsweise sprachlos an der Szenenauswahl gesessen. Unterstützt haben diesmal Hasso und Jutta. Toller Stream, tolles Rennen und tolle Action – danke dafür und gute Besserung bei Drehwurm und ausgekugelten Daumen für unsere mutigen Fahrer!

In einer Woche geht’s weiter mit Watkins Glen. Die Hochgeschwindigkeitsreise findet am 18.02. um 20:00 Uhr statt. Schaltet ein!

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